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Ernährungs-Tipps
Wissenswertes über
Magnesium
Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der in ausreichender Menge
mit der täglichen Nahrung zugeführt werden muss.Trotz des reichhaltigen
Lebensmittelangebotes und einer häufig übermäßigen Zufuhr an Energie
(Kalorien) ist die Versorgung mit Magnesium heute oft nicht optimal.
Moderne Ernährungsgewohnheiten, Lebensmittelverarbeitungsprozesse und
Umwelteinflüsse haben dazu beigetragen, dass Magnesiummangel eine weit
verbreitete Erscheinung in den modernen Industrieländern geworden ist.
Als typische Folgen eines Magnesiummangels sind Muskel- und Wadenkrämpfe
bekannt. Eine Magnesium-unterversorgung kann aber auch mit einer Vielzahl
anderer Beschwerden verbunden sein, die häufig nicht auf einen
Magnesiummangel zurückgeführt werden. Besonders davon betroffen sind
ältere Menschen, Schwangere, Sportler, Stressgeplagte, Personen mit
erhöhtem Alkoholkonsum, Herzkranke und Diabetiker.
Wie
entsteht Magnesiummangel?
Unzureichende Zufuhr mit der Nahrung
Unsere
modernen Ernährungsgewohnheiten sind vor allem durch eine übermäßige
Aufnahme an Energie (Kalorien) in Form von Fett und Zucker geprägt. Die
Magnesiumversorgung über naturbelassene Lebensmittel kommt dabei häufig zu
kurz. Darüber hinaus bringen es einseitige Düngungsmethoden, Monokulturen
und Lebensmittelbear-beitungsprozesse mit sich, dass die Lebensmittel
heute nicht mehr so viel Magnesium enthalten wie früher.
Erhöhter Bedarf
Ein
erhöhter Magnesiumbedarf besteht grundsätzlich in Wachstumsphasen (Kinder,
Jugendliche), bei schwerer körperlicher Arbeit, Leistungs- und
Ausdauersport sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit, wenn das Kind
für seine Entwicklung ausreichend versorgt werden muss.
Verminderte Aufnahme im Darm
Bei
manchen Erkrankungen ist die Aufnahme des Magnesiums vom Darm in den
Blutkreislauf gestört. Neben Durchfallerkrankungen sind hier vor allem
entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulzerosa
zu nennen. Auch die häufige Einnahme von Abführmitteln (auch Abführtees)
kann ein Grund dafür sein.
Erhöhte Verluste
Magnesium wird vermehrt mit dem Urin ausgeschieden bei Diabetes, in der
Schwangerschaft, bei Einnahme von Medikamenten wie Entwässerungstabletten
oder bestimmten Herzmitteln, bei Alkoholkonsum und bei Stress. Starkes
Schwitzen kann zu erheblichen Magnesiumverlusten mit dem Schweiß führen
(Sport, schwere körperliche Arbeit, Sauna).
Wer benötigt viel Magnesium?
Kinder
und Jugendliche
In den Wachstumsphasen ist der Magnesiumbedarf erhöht.
Zudem ernähren sich Jugendliche häufig sehr einseitig (z.B. Fastfood) und
nehmen dann zu wenig Magnesium
über die Nahrung zu sich.
Schwangere und Stillende
Das heranreifende und wachsende Kind muss ausreichend mit Magnesium
versorgt werden!
In der Schwangerschaft geht außerdem mehr Magnesium über den Urin
verloren.
Sportler
Magnesium geht besonders viel mit dem Schweiß verloren und wird außerdem
zum Muskelaufbau benötigt!
Diabetiker
Diabetes ist mit erhöhten Magnesiumverlusten über den Urin verbunden.
Zusätzlich kann eine verordnete Gewichtsabnahme auch zu Magnesiummangel
führen.
Eine optimale Magnesiumversorgung kann zudem die Einstellung des
Blutzuckerspiegels erleichtern.
Herzkranke
Bei Herzerkrankungen müssen häufig Medikamente eingenommen werden, die zu
einem Magnesiummangel führen können (z.B. Entwässerungstabletten). Das
Herz kann bei Magnesiummangel mit Herzrhythmusstörungen reagieren.
Ältere
Menschen
Im höheren Alter wird oft weniger gegessen und die Speicherkapazität der
Knochen für Magnesium nimmt ab.
Der Magnesiumbedarf aber ist genau so hoch wie in jungen Jahren. Hinzu
kommt, dass ältere Menschen oft Medikamente einnehmen müssen, die eine
erhöhte Magnesiumausscheidung verursachen.
Stressgeplagte
Stress führt durch eine erhöhte Magnesiumausscheidung im Urin zu
Magnesiummangel.
Dieser wiederum erhöht die Stressanfälligkeit – ein Teufelskreis, der nur
durch Zufuhr von Magnesium unterbrochen werden kann.
Wie
kann man sich Magnesiumreich ernähren?
Möglichst viele naturbelassene Lebensmittel wie Vollkornprodukte,
ungeschälten Reis und Rohkost essen.
Auch Schokolade und Nüsse sind magnesiumreich, sollten aber wegen des
hohen Fettgehalts nicht in zu großen Mengen verzehrt werden.
Viel
magnesiumreiches Mineralwasser trinken.
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